Vom Modeschöpfer zum Bildhauer

 

DesignDie Wege der Kunst sind vermutlich unendlich, so wie es auch sein soll, und oft fließt das heilige Feuer, das die Leinwand animiert und die Materie modelliert sowie ihr Leben verleiht, jahrelang verkappt durch Rinnsale und Bächlein, um an die Oberfläche zu kommen, um seine Anwesenheit schüchtern anzukündigen und um dann vielleicht nach langer Zeit ein Hochwasser führender Fluss zu werden. Das ist der Fall bei Johannes Genemans, einem authentischen Holländer, dem Nachkommen eines an Kunst und Intuition, artistischer und wirtschaftlicher Art reichen Landes, die wenn sie zu einer einzigartigen Verbindung miteinander verschmelzen, echte Phänomene produzieren.

Genemans spürte Kunst durch seine Adern rauschen, seine Zeichnungen jedoch und seine Skulpturen waren Modeschöpfungen. Schuhe, die dank ihrer außergewöhnlichen Originalität, des „made in Italy“ in Verbindung mit holländischem Geschmack durchschlagenden Erfolg hatten. Ein Gelingen nach dem Anderen und seine Euromoda, die Marke Opanka erlebte zwischen dem Ende der siebziger und dem Beginn der achtziger Jahre eine sehr fruchtbare Saison. Derart positiv und erfolgreich, dass er beschloss, seine Heimat zu verlassen, seine bedeutende Firma nach Civitanova zu verlegen und sich am Fuß des Conerobergs niederzulassen, ein Ort, der sicher dazu beiträgt, seinen ursprünglichen künstlerischen Instinkt auszugraben und ihm den entsprechenden Platz einzuräumen. Im Jahr 1993, mit 51 entschließt er sich dazu, seiner ursprünglichen Berufung Raum zu geben und ihr Bedeutung zuzumessen und nachdem er sein Unternehmen verkauft hat, nähert er sich mit der gleichen Begeisterung, die er schon immer hatte, der Bildhauerkunst an. Er beginnt zuerst Ton, dann Gips, Bronze und schließlich Marmor zu formen, verfeinert seine Technik, indem er Kurse besucht und Lehrmeister konsultiert (wie Herrn Prof. Sansoni) bis er seine eigenen Büsten, Trophäen und figurativen Werke erstellt, die das Wesentliche des realen Modells erfassen, treue Interpretationen der Natur sind und trotz allem von einem intensiven Licht, einer tiefen Sehnsucht und einer fast mystischen Spannung belebt zu sein scheinen.

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DesignSeine ebenmäßigen und eleganten Frauenfiguren, mal mit leidendem mal verzücktem Gesichtsausdruck, deren Stil und ausgesuchte Zurückhaltung in den künstlerischen Kreisen der Region Marken (und nicht nur dort) nach und nach durchbricht. Man hat sofort das Gefühl, es mit einem neuen künstlerischen „Phänomen“ zu tun zu haben. Genauso denken auch die Mitglieder der Jury des 13. Internationalen Festivals zeitgenössischer Kunst von San Remo, eine der wichtigsten europäischen Veranstaltungen, an der Genemans zum ersten Mal teilnimmt und gleich die Goldmedaille für seine ätherische „Altea, sole nascente“ (= Altea, aufgehende Sonne) gewinnt. Die Büste einer Frau, die sich dem Himmel und der Liebe entgegenstreckt und dabei allen Schmerz mit sich nimmt, vielleicht, aber vor allem die Hoffnung.
Mittlerweile ist Genemans vollkommen Herr über die Technik und die Seele seiner Kunst. Er hat gelernt, die Kraft des Stroms seiner Gedanken und seiner künstlerischen Fähigkeiten, die jahrelang unterirdisch in andere Tätigkeiten flossen, dabei aber ab und zu zum Vorschein kamen, zu bändigen. Sein großes Triptychon aus Bronze ist der Beweis für die Reife einer außergewöhnlichen Sensibilität sowie einer Technik, von der es scheint, dass sie bereits zu einer früheren Zeit „deponiert“ worden war.
Angelica schwereloser Tanz, eine Plastik, schwebend, nur auf die Fußspitze des linken Fußes gestützt und in einem Moment des gleichzeitig und auf magische Art sowohl körperlich als auch innerlich herrschenden Gleichgewichts, unsterblich gemacht.

DesignEinen spirituellen Tanzschritt, den Ninfea, das zweite Werk des Triptychon erfasst und den sie dem Himmel mit ihrer goldenen Prosperität entgegen schwingt, mit ihrer geschmeidigen Aufnahme starker und explosiver Emotionen wie sie nur Glückseligkeit und Liebe entfachen können.

Sich schließlich entspannen, die Sonne und das Meer der Coneroküste genießen, in der außergewöhnlichen Pose der Gardenia, endlich unbeschwert, lebendig, wieder einsatzbereit und soweit, sich der Sinnlichkeit einer Geste zu widmen, nun einfach nur auf den Fersen im Schein der Sonne sitzend, ein Hauch, der Genuss zu existieren und sich etwas zu gönnen.

Feinsinnig modellierte Statuen im Park, zwar durch die Klassik inspiriert, sind sie jedoch Überbringerinnen neuer und ermunternder Botschaften, eine sinnliche Dynamik, dank der man seine Gedanken, Interpretationen und Vision beinah berühren kann.

Johannes Genemans lebt und arbeitet in seinem Atelier in Via Tigli in Numana, wo er neben der Bildhauerei noch mit dem Instinkt und der Neugierde eines jeden Moments seines Lebens auch den Leidenschaften der Zeichnung und Fotografie nachgeht. Alle sind Ausdruck desselben Wunschs nach Lektüre, neuer Interpretation und Darstellung seiner persönlich Wirklichkeit, die aus Schönheit und Eleganz besteht.

Giancarlo Trapanese (Journalist und Schriftsteller)

 

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Design Marmo Resina Terracotta – Gesso

Trofei e piccoli bronzi Maschere e Bassorilievi Bronzi

 

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